wann verjährt eine straftat

Rausgerissene Augen, nobler Bordellbesuch und der Prozess gegen den Horrorarzt

Rausgerissene Augen, ein teurer Bordellbesuch und der Prozessbeginn vor dem Landgericht Rostock sollen in diesem Beitrag einen kleinen ersten Monatsrückblick geben. Was hat es mit dieser Überschrift nun auf sich? Lesen Sie bitte weiter!

Amerikanerin reißt sich im Drogenrausch die Augen aus

Vor drei Jahren war die Welt für Kaylee Muthard wohl noch in Ordnung. Sie wollte Meeresbiologin werden, berichtet sie in einem Interview. Doch dann wurde sie krank. Sie hatte Probleme mit dem Herzen und ging nicht mehr zur Schule.

Sie fing an zu trinken und Crystal Meth zu nehmen. So sei sie drei Tage wach gewesen und habe Halluzinationen gehabt. „Als ich in den Spiegel schaute, dachte ich, ich sehe, wie Mitesser aus meinem Gesicht herauskommen.“ Sie habe sich dann das Gesicht blutig gekratzt. Irgendwann sei es auch an Drogen zu viel gewesen. Sie Gin in eine Kirche und habe etwas opfern wollen, um „die Welt zu retten.“

Sie haben Daumen mit Zeige- und Mittelfinger in jedes Auge geschoben und ergriff so die Augäpfel. Sie drehte sie und zog daran. Es sei furchtbar gewesen, jedoch habe sie wegen der Drogen den Schmerz nicht gespürt. Kurz danach kommt sie in die Psychiatrie. Sie sagte, sie sei lieber blind als drogensüchtig. Den richtigen Weg erkenne sie jetzt erst, seit dem sie ihr Augenlicht verlor.

Ohne Worte!
Hier gehts zum Interview!
https://www.cosmopolitan.com/…/kaylee-muthart-eye-gouge-cr…/

„Mann will in vier Stunden keine fünf Prostituierte geschafft haben“ oder „Luxus kostet halt“ ?

Mit einem kuriosen Fall musste sich das Bezirksgericht Oberndorf (Flachgau) bei Salzburg beschäftigen: Ein Wiener Nobeletablissement verklagte einen Kunden auf Zahlung von 5666 Euro. Dieser allerdings gab an, dass 3000 Euro für konsumierten Champagner und Sex völlig ausreichend gewesen seien.

Zum einen habe er nicht so viel Champagner konsumiert, zum anderen sei er entgegen der Ansicht der Klägerin körperlich nicht in der Lage, vier Stunden mit fünf verschiedenen Prostituierten zu verbringen.

Letzteres wäre doch eher eine Anerkennung wert gewesen. Nein, er muss streiten. 😀 Fünf „Professionelle“ in vier Stunden. Also entweder haben die sich nicht angestrengt oder er war so gut. 😉 Ich lass das mal stehen. 🤭 Der ganze Artikel im Link: https://justillon.de/…/streit-um-luxurioesen-bordell-besuc…/

 

Prozess gegen „Horrorarzt“ hat begonnen

Im Oktober 2014 wurde der Angeklagte bereits wegen Abrechnungsbetrugs und Urkundenfälschung zu vier Jahren und sieben Monaten Haft verurteilt. Die Staatsanwaltschaft wirft nun dem 54 Jahre alten Arzt vor, eine Patientin vor acht Jahren unnötig und auch noch fehlerhaft an der Halswirbelsäule operiert zu haben. Die Staatsanwaltschaft vermute hinter Diagnose und dem unnötigen Eingriff rein finanzielle Interessen des Arztes.

Eine  frühere Justizangestellte sagte als Zeugin und Geschädigte vor dem Gericht aus, sie habe den Arzt in seiner Rostocker Praxis aufgesucht. Sie habe häufig Schmerzen im Nackenbereich gehabt. Der Angeklagte führte dann eine Computertomographie durch. Er entnahm der Zeugin auch Hirnwasser. Nach der Diagnose teilte er ihr mit, dass sie eine Fraktur an einem Halswirbel habe. Diese sei nicht verheilt. Den Nerven zum Hirn drohe Schaden und sie könne ins Koma fallen. Es müssen – so der Angeklagte wissentlich wahrheitswidrig – die ersten zwei Halswirbel versteift werden. Der Angeklagte versteifte dann noch abredewidrig zwei weitere Halswirbel und setzte zudem die Schrauben und Platten falsch ein, so dass sich die Schrauben bis ins Kleinhirn bohrten.

Eine frühere Krankenschwester aus der Praxis des Angeklagten berichtete, die Operation sei für den Arzt neu gewesen. Er sei dabei von einem anderen Arzt zumindest beratend unterstützt worden, der vor Ende der OP den Saal mit seiner Assistentin fluchtartig verließ.

 

Ihr Rechtsanwalt / Strafverteidiger Thomas Penneke

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