Das Mörderhotel des Henry Howard Holmes

 

Tagsüber ein freundlicher Hotelier, nachts zog Dr. Henry Howard Holmes mordend durch die Gästezimmer. Erst tötete er die Frauen mit Gas, dann schleppte er sie zu einem Eisentisch – und griff schließlich zum Skalpell….

„[…] Je mehr Mieter in das Schreckenshaus einzogen, desto mehr Vermisstenanzeigen gingen bei der Polizei von Chicago ein. Verzweifelte Eltern schrieben Holmes Briefe mit der Frage, wo ihre Kinder geblieben seien. Dennoch verdächtigte niemand ihn selbst des Mordes – nicht einmal die überlebenden Bewohner. Schließlich verschwanden jedes Jahr zahlreiche Menschen in der riesigen Stadt. […]“

Zu Beginn der 1890er Jahre ließ Holmes pünktlich zur World’s Columbian Exposition, der Weltausstellung in Chicago von 1893, ein riesiges Hotel bauen, das er in ein wahres Horrorhaus verwandelte. In dem Haus gab es Falltüren, Geheimgänge, versteckte Räume und einen Keller mit Foltertisch, Säurebad und einem Raum, der mit Gas gefüllt werden konnte. Holmes nahm gerne junge alleinstehende Frauen in dem Hotel auf, die zur Weltausstellung oder um in Chicago Arbeit zu finden angereist waren. Anfragen der Familien nach dem Verbleib der Frauen blieben erfolglos.

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Holmes verkaufte die Skelette mancher Opfer an Universitäten.

„[…] Derartig vorbereitet begann Holmes ein regelrechtes Blutbad, als die Weltausstellung am 1. Mai 1893 öffnete. Einsame Frauen waren bei Holmes stets willkommen, Männer erhielten die Auskunft, dass das Haus leider ausgebucht sei. In manchen Nächten zog der Soziopath dann mordend durch die Gänge. Entweder sperrte er die Opfer in die Gaskammer und berauschte sich an ihrem qualvollen Tod. Oder er schlich in das Zimmer eines Gasts und erstickte sie im Schlaf. Manchmal weidete Chappell die malträtierten Leichen aus, ihre Skelette verkaufte Holmes dann für viel Geld an Universitäten. Andere Körper schmiss er in Gruben mit Ätzkalk oder verbrannte sie im Ofen. […]“ (Quelle: SPON)

Wie bei vielen Serienmördern lässt sich auch bei Holmes die genaue Zahl der Morde nicht mehr feststellen. Man schätzt die Zahl seiner Opfer auf zwischen einigen Dutzend und über 200.

Thomas Penneke

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