„Der Drogenhandel hat Abwechslung in mein Leben gebracht.“ (Erna, 80)

Der Prozess in Essen begann mit einem Geständnis der Dame mit Rollator. Eine 80-jährige Frau hat ihrem Sohn dabei geholfen, Heroin zu verkaufen.

Sie sei allein gewesen, niemand habe sich um sie gekümmert, sagte sie – der Drogenhandel habe Abwechslung in ihr Leben gebracht. In der örtlichen Presse wurde sie als „Drogen – Oma“ mit Namen gekrönt.

Die alte Dame mit dem Rollator soll ihren Sohn bei kiloschweren Heroingeschäften geholfen haben. Sie soll sogar bei Fahrten nach Holland dabei gewesen sein. Die Freunde ihres Sohnes waren immer so nett zu ihr. Um sie wurde sich gekümmert und die Freunde gingen einkaufen. Alle waren so lieb und zuvorkommend zu ihr. Sie habe ja sonst niemanden gehabt.

Auszug aus der verlesenen Erklärung:

 „Für mich war das nur braunes Pulver.“

„Manchmal bat er mich, etwas herauszugeben.“

„Für mich ging es nur darum, dass ich mal rauskomme. Ich fahre nämlich gerne Auto.“ (Dabei ging es um die Kurierfahrten nach Holland – Anm. Thomas Penneke)

„Ich habe aber alles nur für meinen Sohn getan. Und damit etwas Abwechslung in mein Leben kommt.“

Der Sohn ist bereits zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Mit auf der Anklagebank auf der die „Drogen-Oma“ sitzt, ist auch die Freundin des Heroinhändlers.

Es bleibt spannend, wie das Gericht mit der Einlassung umgehen wird.

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