Kupferdiebe können auch woanders

Größere Mengen im Tonnenbereich verschwinden häufig von den Höfen und aus den Lagerhäusern der Metallhändler. Es ist manchmal schon schleierhaft, wie diese Metalldiebe ihre Abnehmer finden können. Die Vermutungen gehen soweit, dass man davon ausgeht, dass ein Großteil der gestohlenen Metalle im Ausland geschmolzen und weiterverarbeitet werden. Nun greifen die Diebe nicht nur Höfe und Lagerhallen an. In Mecklenburg-Vorpommern wurde eine Geschwindigkeitsmessanlage des Kupfers „erleichtert“.

Auf Kupferkabel hatten es auch Unbekannte an der Behelfsbrücke der Autobahn 20 abgesehen, die Autos an der A20 bei Tribsees vorbeiführt. Dort sind 60 km/h angeordnet und werden harsch mit dem „Blitzer“ kontrolliert. Nun fiel erst auf, dass seit einigen Tagen keine Aufnahmen mehr gemacht werden konnten.

Auf beiden Seiten der Fahrbahn seien, so die jetzigen Feststellungen, mehrere Hundert Meter Kupferkabel entwendet worden. Daher hätten die Geräte zwei Wochen nicht funktioniert.

Die Neubeschaffung und das Verlegen habe einige Tage gedauert. Die Tat habe sich angeblich kurz vor dem Jahreswechsel ereignet.

Bislang fehle von den Tätern jede Spur. Bei den Mengen an gestohlen Kupferkabel gehe man aber davon aus, dass es sich um Profis gehandelt habe. Diese müssen gleich mit entsprechenden KnowHow und Transportmitteln vor Ort gewesen sein.

Kupferpreise steigen

Die Preise für Kupfer steigen wieder kräftig und rufen Metalldiebe verstärkt auf den Plan. Die Beute liegt dabei auf den Straßen. Wie lange die Kupferpreise noch steigen und Diebe locken werden, hängt von der Konjunktur ab. Die Banken glauben, dass sich der positive Trend fortsetzt. Was die Händler freut, ärgert die Opfer von Diebstählen. Auch der Staat ist davor nicht gefeit.

Ihr Rechtsanwalt / Strafverteidiger Thomas Penneke

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