NSU-Prozess

Das Ende der unendlichen Geschichte – NSU-Prozess?

Das Ende der unendlichen Geschichte NSU-Prozess ist das folgende Ergebnis:

 

Hauptbeschuldigte: Beate Zschäpe
Urteil: Zschäpe wurde des zehnfachen Mordes schuldig gesprochen und zu lebenslanger Haft verurteilt.
 
Mitangeklagter: Ralf Wohlleben
Urteil: zehn Jahre Haft wegen Beihilfe zum Mord
 
Mitangeklagter: Carsten S.
Urteil: drei Jahre Jugendstrafe wegen Beihilfe zum Mord in neun Fällen
 
Mitangeklagter: Andre E.
Urteil: zwei Jahre und sechs Monate, wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung

 

Mitangeklagter: Holger G.
Urteil: Holger G. ist zu drei Jahren Haft verurteilt worden, wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung.

 

Zur Übersicht der Angeklagten:

Hauptbeschuldigte: Beate Zschäpe
Die mutmaßliche NSU-Terroristin Beate Zschäpe ist die Hauptangeklagte im NSU-Prozess und die einzige Überlebende des mutmaßlichen Terror-Trios, das sie zusammen mit Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt gegründet haben soll. Zschäpe – ausgebildete Gärtnerin – hatte die beiden Männer Anfang der 90er-Jahre in ihrer Geburtsstadt Jena kennengelernt, alle drei gehörten zunächst zur Thüringer Neonazi-Szene in Thüringen. 1998 tauchten die drei gewaltbereiten Rechtsradikalen unter, um einer drohenden Festnahme zu entgehen. Zschäpe, die wegen der zerrütteten Familienverhältnisse vor allem bei ihrer Großmutter aufwuchs, soll die beiden Männer einmal als „ihre Familie“ bezeichnet haben.
 
Mitangeklagter: Ralf Wohlleben
Ralf Wohlleben (Jahrgang 1975) – früherer Stellvertreter der Thüringer NPD – wird verdächtigt, für die Mitglieder des „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU) die Mordwaffe – eine Ceska 83 nebst Schalldämpfer – besorgt zu haben und sich damit der Beihilfe zum Mord an neun Menschen schuldig gemacht zu haben. Wohlleben, der aus Jena stammt, gilt als wichtigster NSU-Unterstützer. Er sitzt wie Zschäpe seit November 2011 in U-Haft.
 
Mitangeklagter: Carsten S.
Die Bundesanwaltschaft wirft Carsten S. vor, die Tatwaffe – eine Ceska 83 nebst Schalldämpfer – besorgt zu haben. S. soll sich damit der Beihilfe zum Mord in neun Fällen schuldig gemacht haben.
 
Mitangeklagter André E.
André E. ist laut Aussage der Staatsanwaltschaft der „loyalsten Helfer des untergetauchten Trios“ gewesen. Die Ermittler werteten u.a. seine Beteiligung an dem Bombenanschlag des NSU in Köln im Jahr 2000 als Beihilfe zum Mord. Er hatte damals das Wohnmobil gemietet, mit dem die Täter fuhren.
Mitangeklagter Holger G.
Die Staatsanwaltschaft wirft dem 1974 in Jena geborenen G. Unterstützung der terroristischen NSU-Vereinigung in drei Fällen vor. G., der in den 1990er-Jahren zur Jenaer Neonaziszene gehörte, soll sich mehrfach mit dem Trio getroffen und der Gruppe seinen Führerschein und seinen Reisepass überlassen haben. Auch wird ihm zur Last gelegt, mehrfach Wohnmobile für die Gruppe angemietet zu haben.
Zu den Urteilsgründen im NSU-Prozess wird es dann einen weiteren Blogbeitrag geben.

Ihr Rechtsanwalt / Strafverteidiger Thomas Penneke

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