Warte, warte nur ein Weilchen….

Friedrich „Fritz“ Heinrich Karl Haarmann (* 25. Oktober 1879 in Hannover; † 15. April 1925) war ein Serienmörder, der wegen Mordes an 24 Jungen und jungen Männern im Alter von 10 bis 22 Jahren vom Schwurgericht Hannover am 19. Dezember 1924 zum Tode verurteilt wurde. Was war geschehen und warum habe ich eine solche Überschrift gewählt?

Zwischen Mai und Juni 1924 fanden Kinder fünf menschliche Schädel in der Leine. Haarmann geriet schon im Juni 1924 ins Fadenkreuz der Ermittler. Vom 17. Juni 1924 an wurde Haarmann 24 h also rund um die Uhr polizeilich observiert. Die Überwachung blieb jedoch ohne Ergebnis. Am 22. Juni wurde Haarmann  wegen Bedrohung verhaftet. Zwischen ihnen bestand eine Beziehung.

Am nächsten Tag wurde seine Wohnung durchsucht. Dort fand die Polizei Blutspuren und etliche, teilweise blutbefleckte Kleidungsstücke. Diese gehörten jungen Männer.

Man behielt in weiterhin in Haft. Er behauptete immer, dass das Blut vom Nasenbluten käme. Die Ermittler glaubten ihm nicht. Er wurde viele Tage vernommen. Die Methoden waren rechtsstaatlich nicht vertretbar, führten aber zum „Erfolg“ des Geständnisses. Dieses widerrief er am nächsten Tag. Später half er bei der Identifizierung, da er einige Namen kannte.

Die Einzelheiten dessen, was dort geschah, kamen erst nach Haarmanns Verhaftung ans Licht. Für Unterkunft und Essen verlangte er von seinen Begleitern Sex; dann biss er seinen Opfern im Rausch die Kehle durch. Die Leichen zerlegte er, reinigte die Knochen und warf sie in den Fluss. Darüber, was mit dem Fleisch seiner Opfer geschah, gibt es nur Vermutungen. Haarmann behauptete stets, er habe es ebenfalls entsorgt. Jahrelang jedoch versorgte er eine Gaststätte in seiner Nachbarschaft mit billigem Fleisch, von dem niemand so genau wusste, woher er es hatte.

Mit der Bekleidung seiner Opfer führte Haarmann zudem einen schwunghaften Altkleiderhandel. Dieser wurde ihm schließlich zum Verhängnis, als eine Mutter die Kleidung ihres toten Sohnes an einem von Haarmanns Kunden wiedererkannte – woraufhin sich die Polizei schließlich entschloss, ihren Informanten hops zu nehmen.

Quelle: Spiegel 2009

Die Henkersmahlzeit schmeckte Haarmann so gut, dass er sich ein weiteres Mal bedienen ließ. Sein Kopf wurde durch den Ministerialrat im Preußischen Justizministerium Hartung dem Kraepelinschen Hirnforschungsinstitut in München zur Verfügung gestellt. Im Nachhinein wurde am Gehirn festgestellt, dass Haarmann früher eine Hirnhautentzündung durchgemacht haben musste, was zu Hirn- und Wesensveränderungen führen kann. Wahrscheinlich war er entgegen dem psychiatrischen Gutachten wegen einer seelischen Störung schuldunfähig. Vier Hirnschnitte daraus befanden sich in München, sind aber dort verschwunden. Der Kopf wurde im Institut für Rechtsmedizin der medizinischen Fakultät der Georg-August-Universität Göttingen als Präparat aufbewahrt, wo es Überlegungen gab, ihn Teil einer öffentlichen Ausstellung der Rechtsmedizin Göttingen werden zu lassen. Der Plan wurde im Jahr 2014 verworfen, da die Rechtsmedizin der eigenen Linie treu bleiben wollte, keine voyeuristischen Ambitionen zu unterstützen. Der Kopf wurde daraufhin eingeäschert und im März 2014 anonym bestattet.

Quelle: Wikipedia

Wer kennt das Kinderlied hierzu?

Warte, warte nur ein Weilchen…. 😀

Meine Kinder werden das Lied auch hören. Jeden Abend. 😉

Thomas Penneke

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